• LOCATION 25 | Kapstadt zu Fuss: Von der Sklavenherberge zum Bo-Kaap

    Wandmalereien im Bogengang

    Jetzt geht es die Stufen zum Bogengang hinunter und dort verweilen wir einen Augenblick. Schauen Sie sich um - der iranische Künstler Nasser Palengi und einheimische Kollegen gewähren uns durch Wandmalereien einen Rückblick in das Kulturerbe der Menschen im Bo-Kaap.
    Ein Junge schaut erstaunt auf das Kramat, das Heilige Grab, von Scheich Joseph, auf Brautgewänder, bewundert einen Familienausflug auf dem die Teilnehmer noch die einst typischen Kopfbedeckungen tragen, wie Turban und kegelförmigen Strohhut und die Männer noch ein Badjoes über den Hosen. Das Badjoes ist ein langes hemdähnliches Kleidungsstück. Auch wirft er einen Blick auf den Schneider bei der Arbeit.
    Ein kleines Mädchen kratzt sich am Kopf und wundert sich über den Schumacher bei der Arbeit, den typischen Kap-Karren, der für allerlei Zwecke benutzt wurde, die Musiker und Koranschule, in der mehrere Jungen auf dem Boden hocken und unter Leitung vom Lehrer den Koran studieren. Auch das Bild einer Frauengruppe beeindruckt sie, in dem die Frauen noch für sie heute altmodische Kopfbedeckung tragen.
    Erst mit der Ankunft von Abu Bakr Effendi in den 1860er Jahren wurde das Kopftuch bei den Frauen modisch und der rote oder schwarze Fes für die Männer. Nur der Mekka-Pilger durfte eine Quaste am Fes tragen.

    Vom Bogengang bietet sich auch ein wunderbarer Blick über Alt-Kapstadt, so wie es bis in die 1880er Jahre ausgesehen hat, aber ohne die Farben – es war eine Stadt von ein-oder zweistöckigen Flachdachhäusern.
    Es wird Zeit, die bunten Häuser aus der Nähe zu betrachten.
    Laufen Sie über die Straße, ich treffe Sie auf der anderen Seite. 


Preview mode limited to first 3 locations.
Kapstadt zu Fuss: Von der Sklavenherberge zum Bo-Kaap