• LOCATION 8 | Kapstadt zu Fuss: Von der Sklavenherberge zum Bo-Kaap

    Die Palmen Moschee

    Verweilen Sie einen Moment und betrachten Sie das kleine Flachdachgebäude. Die Palmen-Moschee, auch nach ihrem Gründer als die Jan van Boegies Moschee bekannt, geht auf das Jahr 1807 zurück. Sie ist die zweitälteste Moschee im Land. Jan van Boegies stammte aus Sulawesi in Indonesien und wurde in den späten 1700er Jahren als Sklave an das Kap verschleppt. Hier landete er im Haushalt von Salia van Makassar, einer ehemaligen Sklavin aber jetzt freien Siedlerin. Dies war für Jan ein großer Wendepunkt in seinem Leben – die Beiden verliebten sich ineinander und heirateten nach muslemischen Recht. Das eheliche Glück währte leider nicht lange, denn kurz nach der Eheschließung verstarb Salia. Jan heiratete bald wieder, diesmal die 15-jährige Sameda van de Kaap, ebenfalls eine freie Siedlerin. Sie lebten in dem Haus auf der Long Street, wo Jan schon einen Gebetsraum eingerichtet hatte, einen sogenannten Langar. Angeblich soll er ein alter Streithahn gewesen sein, aber er muss auch seine guten Seiten besessen haben- es wird erzählt, dass er Riesensummen zum Kauf von Sklaven ausgab hat mit der alleinigen Absicht, ihnen die Freiheit zu gewähren. Jan und Sameda blieben kinderlos, Jan starb 1846 im Alter von 112 Jahren. Seine Witwe, Sameda, vermachte das Gebäude, bekannt als die Kirche von Jan van Boegies in ihrem Testament an die muslemische Gemeinde der Stadt.
    Überqueren Sie nun die Straße und kehren zur Hanafee Moschee an der Ecke Long-und Dorp Street zurück.
    Wir treffen uns dort wieder.

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Kapstadt zu Fuss: Von der Sklavenherberge zum Bo-Kaap